Heute im Fokus: Schlüsselvorschriften für internationale Investoren in Deutschland

Willkommen! Wir tauchen ein in die wichtigsten rechtlichen Leitplanken, die internationale Investoren in Deutschland kennen sollten – praxisnah, inspirierend und mit Geschichten aus dem echten Deal-Alltag. Abonnieren Sie unseren Blog und teilen Sie Ihre Fragen, damit wir gemeinsam Klarheit schaffen.

FDI-Screening und Außenwirtschaftsrecht (AWG/AWV)

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Bei Beteiligungen in kritischen Bereichen können bereits niedrige Prozentschwellen, etwa ab 10 Prozent, eine Prüfung auslösen. Kriterien betreffen Sicherheit, Gesundheit, Infrastruktur und Technologie. Frühzeitige Sektor-Analyse verhindert Überraschungen und schafft belastbare Zeitpläne für Signing und Closing.
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Das Bundeswirtschaftsministerium prüft Transaktionen in Phasen, von Vorabklärung bis vertiefter Prüfung. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bringt Klarheit und beschleunigt das Closing. Planen Sie mehrere Wochen bis Monate ein und reservieren Sie Vertragsklauseln für regulatorische Long-Stop-Dates.
03
Ein HealthTech-Investor strukturierte seinen Einstieg mit abgestuften Tranchen, um Schwellen kontrolliert zu adressieren. Parallel sorgte ein Informationspaket zu Datensicherheit und Lieferketten für Vertrauen. Ergebnis: planbares Timing, konstruktiver Dialog und ein Closing ohne operative Reibungsverluste.

Finanzaufsicht verstehen: BaFin und regulierte Geschäftsmodelle

KWG, WpHG, KAGB: Der Regulierungsdreiklang im Überblick

Bankgeschäfte und Einlagengeschäft erfordern strenge Erlaubnisse nach KWG. Wertpapierdienstleistungen fallen unter das WpHG. Fonds- und Asset-Management-Strukturen sind im KAGB geregelt. Vorsicht vor missverstandener Reverse Solicitation – eine klare Einordnung schützt vor ungewollter Erlaubnispflicht.

Geldwäscheprävention (GwG) und Transparenzregister

Identifizieren Sie wirtschaftlich Berechtigte, dokumentieren Sie KYC-Prozesse und melden Sie die Eigentumsstruktur im Transparenzregister. Banken verlangen belastbare Unterlagen für Kontoeröffnungen. Saubere AML-Prozesse beschleunigen Onboarding, verhindern Rückfragen und stärken die Reputation im Deal-Prozess.

Anekdote: Krypto-Start-up und die Lizenzfrage

Ein ausländisches Krypto-Start-up scheiterte zunächst an unklarer Lizenzierung für Verwahrgeschäft. Die Lösung: Partnerschaft mit einem lizenzierten Dienstleister, klare Produktabgrenzung und Roadmap zur eigenen Erlaubnis. Ergebnis: schneller Markteintritt ohne regulatorische Risiken.

Steuern und Förderungen: Intelligent strukturieren, Chancen nutzen

Die Körperschaftsteuer beträgt 15 Prozent, zuzüglich Solidaritätszuschlag auf die Steuer. Die Gewerbesteuer variiert je nach Gemeinde. Eine geschickte Standortwahl und Ergebnisplanung verbessern effektive Sätze spürbar und erhöhen Ausschüttungsspielräume für Investoren.

Steuern und Förderungen: Intelligent strukturieren, Chancen nutzen

Deutschland unterhält zahlreiche Abkommen, die Doppelbesteuerung reduzieren und Quellensteuern auf Dividenden, Zinsen oder Lizenzen abmildern können. Prüfen Sie Begünstigtenstatus, Substanzanforderungen und Dokumentationspflichten frühzeitig, um Ausschüttungen reibungslos und planbar zu gestalten.

Arbeits- und Aufenthaltsrecht: Teams global aufstellen

Blue Card, § 21 AufenthG und neue Chancenkarte

Deutschland erleichtert qualifizierte Zuwanderung über die EU Blue Card. Unternehmerische Vorhaben können über § 21 AufenthG unterstützt werden. Die Chancenkarte eröffnet zusätzliche Wege. Klare Rollenprofile und frühzeitige Terminplanung verkürzen Verfahren und schaffen Planungssicherheit für Einreisen.

Arbeitsrechtliche Basics: Verträge, Arbeitszeit, Kündigungsschutz

Schriftliche Arbeitsverträge, transparente Vergütung, Arbeitszeit- und Urlaubsdokumentation sind Pflicht. Der Kündigungsschutz gewinnt mit Unternehmensgröße an Relevanz. Wer saubere Prozesse aufsetzt, senkt Konfliktrisiken, stärkt Kultur und überzeugt Kandidaten im internationalen Wettbewerb um Talente.

Remote-Arbeit, Datenschutz und Mitbestimmung

Remote-Modelle verlangen klare Homeoffice-Regeln, IT-Sicherheitskonzepte und Datenschutzvereinbarungen. Wächst das Unternehmen, werden Betriebsratsstrukturen wichtiger. Frühe Beteiligung der Mitarbeitervertretung fördert Akzeptanz und reduziert Reibungsverluste bei organisatorischen Veränderungen.

Nachhaltigkeit und ESG-Reporting: Regulierung als Chance

Die CSRD bringt stufenweise umfangreiche Berichtspflichten. Die ESRS-Standards strukturieren Themen von Klima bis Governance. Wer Materialität sauber prüft und Datenpipelines aufbaut, reduziert Aufwand, beeindruckt Investoren und beschleunigt Kreditentscheidungen spürbar.

Transaktionspraxis und Vertragskultur in Deutschland

GmbH-Anteile erfordern notarielle Beurkundung. Zweisprachige Verträge sind möglich, klare Auslegungsklauseln helfen. Präzise Beschlussfassungen, Vollmachten und Apostillen sparen Zeit. Ein strukturierter Signing-Tag verhindert Kettenreaktionen durch kleine Formfehler.
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